Bonhoeffer im Gestapo Knast
Die letzte Station Dietrich Bonhoeffers war im Gefängnis der Gestapo. Hier wurde er im Kellergeschoss mit anderen Verschwörern des Widerstand gefangen gehalten und vernommen. Wie der Knast damals aussah und das tägliche Knastleben ablief, hat sich Anna von einem Mitarbeiter der "Topografie des Terrors" in Berlin erklären lassen.
Auf dem Gelände der "Topographie des Terrors" zwischen Prinz-Albrecht-Straße (heute Niederkirchnerstraße), Wilhelmstraße und Anhalter Straße befanden sich von 1933 bis 1945 die wichtigsten Zentralen nationalsozialistischer Repressions- und Verbrechenspolitik.
Auf engem Raum entstand damit das eigentliche Regierungsviertel des nationalsozialistischen SS- und Polizeistaates. Hier standen die Schreibtische Himmlers, Heydrichs, Kaltenbrunners und ihrer Gehilfen. An diesem "Ort der Täter" fielen grundlegende Entscheidungen über die Verfolgung der politischen Gegner, die "Germanisierung" eroberter Gebiete in Polen und in der Sowjetunion, die Ermordung sowjetischer Kriegsgefangener, den Völkermord an den europäischen Juden. Hier wurden die berüchtigten "Einsatzgruppen" aufgestellt, und hier wurde die "Wannsee-Konferenz" vorbereitet. Es gibt keinen Ort, an dem im gleichen Umfang Terror und Mord geplant und organisiert wurden. Über die Organisation und Verwaltung von Verbrechen hinaus waren Mitarbeiter und Amtschefs des RSHA auch unmittelbar an der Vernichtungspolitik der "Einsatzgruppen" in den besetzten Ländern beteiligt.
Quelle: questionlife