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XXL Bericht
 
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Bonhoeffer im Gestapo Knast

 Die letzte Station Dietrich Bonhoeffers war im Gefängnis der Gestapo. Hier wurde er im Kellergeschoss mit anderen Verschwörern des Widerstand gefangen gehalten und vernommen. Wie der Knast damals aussah und das tägliche Knastleben ablief, hat sich Anna von einem Mitarbeiter der "Topografie des Terrors" in Berlin erklären lassen.

 

Auf dem Gelände der "Topographie des Terrors" zwischen Prinz-Albrecht-Straße (heute Niederkirchnerstraße), Wilhelmstraße und Anhalter Straße befanden sich von 1933 bis 1945 die wichtigsten Zentralen nationalsozialistischer Repressions- und Verbrechenspolitik.


In räumlicher Nähe zum traditionellen Regierungsviertel etablierten sich in den überwiegend um die Jahrhundertwende entstandenen Bauten 1933 das Geheime Staatspolizeiamt, 1934 die SS-Führung und 1939 das Reichssicherheitshauptamt: In der Prinz-Albrecht-Straße 8 waren die Zentralen der Geheimen Staatspolizei mit ihrem „Hausgefängnis“ und des später neugegründeten Reichssicherheitshauptamts (RSHA), das benachbarte Hotel Prinz Albrecht diente als Sitz der Reichsführung-SS. Der Sicherheitsdienst (SD) der SS war in dem von K.F. Schinkel im 19. Jahrhundert umgebauten Prinz-Albrecht-Palais in der Wilhelmstraße 102 untergebracht, das 1941 zum repräsentativen Dienstsitz des Reichssicherheitshauptamts-Chefs ausgebaut wurde.

 

Auf engem Raum entstand damit das eigentliche Regierungsviertel des nationalsozialistischen SS- und Polizeistaates. Hier standen die Schreibtische Himmlers, Heydrichs, Kaltenbrunners und ihrer Gehilfen. An diesem "Ort der Täter" fielen grundlegende Entscheidungen über die Verfolgung der politischen Gegner, die "Germanisierung" eroberter Gebiete in Polen und in der Sowjetunion, die Ermordung sowjetischer Kriegsgefangener, den Völkermord an den europäischen Juden. Hier wurden die berüchtigten "Einsatzgruppen" aufgestellt, und hier wurde die "Wannsee-Konferenz" vorbereitet. Es gibt keinen Ort, an dem im gleichen Umfang Terror und Mord geplant und organisiert wurden. Über die Organisation und Verwaltung von Verbrechen hinaus waren Mitarbeiter und Amtschefs des RSHA auch unmittelbar an der Vernichtungspolitik der "Einsatzgruppen" in den besetzten Ländern beteiligt.

 

  

Quelle: questionlife

 
 
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